Themen dieses Kurses

  • Vorwort
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  • Vorwort

    Viele Computernutzer gehen täglich mit Grafiken und Fotos um, ohne sich sich Gedanken darüber zu machen, welche Grafikformate zur Speicherung der Grafiken und Bilder eingesetzt werden. In diesem Kurs lernen Sie die Unterschiede für Bildformate, deren Speichergröße und Einsatzgebiete sowie die rechtlichen Grundlagen kennen. Praktische Übungen erfolgen dann mit dem Programm GIMP.

    GIMP bedeutet "GNU Image Manipulation Program" und steht somit für freies Bildbearbeitungsprogramm, welches gern als "alternative" zu den kostenpflichtigen Photoshop genutzt wird.

    Die Freeware gehört und zu den beliebtesten Open-Source-Programmen und wurde mit der Version 2.10 um neue GIMP Funktionen, Filter und Werkzeuge erweitert, die Bilder bearbeiten können. GIMP erlaubt im Umfeld der Fotografie Bildbearbeitung, Retusche und Optimierung von Fotos, wobei ab Version 2.10 eine Farbtiefe bis 32-Bit unterstützt wird und bei Programm-Abstürzen eine Wiederherstellung möglich ist.
    • Dateien und Speicher

      In Zeiten billiger Speicher ist das Nachdenken über Dateigrößen scheinbar überflüssig geworden. Hin und wieder wundert man sich dennoch über elektronische Präsentationen, die sich nur zögerlich aufbauen, insbesondere, wenn diese von einem USB-Stick geladen werden, langsame Downloads oder ruckeligen Internetseitenaufbau am PC, Tablet oder Handy.

      Häufige Ursache dafür sind Fotos, die ohne Umwandlung in ein geeignetes Grafikformat eingebunden bzw. verschickt werden. Deswegen lohnt es sich immer noch, sich über Dateigrößen und -formate Gedanken zu machen.

      EIN BEISPIEL AUS DEM ALLTAG
      Digitale Kompaktkameras, Smartphones und Handys ermöglichen Fotografien in hochauflösender Qualität. Gespeichert werden diese Fotos in der Regel in bereits von der Kamera komprimierter Form im Dateiformat jpg oder jpeg.

      Das Dateiformat jpg oder jpeg gehört zu den Grafikformaten, die Daten mittels Algorithmus komprimieren. Damit gehen Qualitätsverluste einher, die sich beispielsweise durch das Bearbeiten und mehrfache Speichern der Bearbeitungsschritte in einem Bildbearbeitungsprogramm verschärfen. Deswegen kann man in guten Programmen den Komprimierungsgrad auf 100% einstellen. Grundsätzlich gilt: Wer Wert auf die Qualität seiner Bilder legt, bearbeitet niemals das Original, sondern stets eine Kopie!
      • Grundlagen Grafikformate

        Die Liste enthält die am meisten genutzten Grafikformate.

         JPG : Abkürzung für JPEG (Joint Photographic Experts Group) *.jpg
         JPG ist sehr weit verbreitet und wird vor allem als Dateiformat für fotoähnliche Bilder genutzt. Die Kompression ist verlustbehaftet. Für Text, große einfarbige Flächen und harte Farbübergänge ist JPG weniger geeignet.

         GIF : Abkürzung für Graphics Interchange Format *.gif
         GIF ist ebenfalls weit verbreitet und wird vor allem als Dateiformat für Grafiken genutzt. Die Kompression ist verlustbehaftet. Da GIF nur 256 Farben kennt, ist es für Farbfotos weniger geeignet. Dafür erlaubt GIF die Darstellung einfacher Animationen und Transparenzen.

        PNG : Abkürzung für Portable Network Graphics *.png  
        PNG ist ein relativ junges Format und wurde bis vor nicht all zu langer Zeit nicht von allen Anwendungen unterstützt. Die Kompression ist verlustfrei. PNG unterstützt Transparenz und eignet sich für Grafiken und Fotos.

        TIFF : Abkürzung für Tagged Image File Format *.tif
        TIFF ist ein recht vielseitiges Format, welches qulitativ sehr hochwertige Ergebnisse liefert. Die Kompression ist meist verlustfrei. Tiff wird häufig in der Druckvorstufe verwendet. Im Web taucht es seltener auf, da TIFF-Dateien recht groß sind.

        BMP : Abkürzung für Windows Bitmap *.bmp
        BMP ist eines der bekanntesten Grafikformate, das im Web allerdings kaum Verwendung findet. Die Kompression ist verlustfrei. Allerdings ist die Komprimierung so schwach, dass BMP-Dateien sehr groß sind.

        SWF : Abkürzung für Shockwave Flash *.swf
        SWF ist ein Vektorgrafikformat, das Animationen, Ton und Videos enthalten kann. SWF-Dateien (Flash) können über das Internet gestreamt werden. Flash war im Web eines der am weitesten verbreiteten Formate und wurde von zahlreichen Video-Anbietern genutzt.

        SVG : Abkürzung für Scalable Vector Graphics *.svg
        SVG ist ebenfalls ein Vektorgrafikformat, das speziell für die Nutzung im Web entwickelt wurde. Es eignet sich für die Beschreibung/Darstellung von Grafikelementen und wird inzwischen von den meisten Browsern direkt unterstützt.
        • Bildformate noch Fragen?

          Sie haben jetzt viele Informationen zum Thema Bildformate kennengelernt. In diesen kleinen Test, bestehend aus 9 Fragen, können Sie ihr neu erworbenes Wissen überprüfen. Klicken Sie einfach dazu auf den kleinen schwarzen H5P Button "Bildformate, was wissen Sie darüber?" um diesen Test zu starten. Wenn dieser Erfolgreich beendet ist, kehren Sie zu dem Punkt „Urheberrecht und Recht am eigenen Bild“ (Linke Navigation) zurück um den Kurs fortzusetzen.
        • Urheberrecht und Recht am eigenen Bild

          Urheberrecht
          schützt das geistige Eigentum  sowie Texte, Bilder, Filme, Musik

           Gängige Bildlizenzen
          Lizenzpflichtige Bilder - Rights Managed (RM) Lizenzen
          Royalty Free (RF) Lizenzen bzw. "lizenzfreie" Bilder
          Creative-Commons-Lizenzen ("CC-Lizenzen")
           Public Domain / Freie Bilder

          Lizenzpflichtige Bilder - Rights Managed (RM) Lizenzen
          Je nach Verwendung des Bildes wird ein bestimmter Preis festgelegt:
          Auf einer Webseite? In einer Zeitschrift? In einer Zeitung?

          Royalty Free (RF) Lizenzen bzw. "lizenzfreie" Bilder
          Bilder sind nicht kostenlos!
          Der Anwender erwirbt gegen eine einmalige Zahlung ein weitreichendes Nutzungsrecht: auf der ganzen Welt für eine beliebige Zeit.

          Creative-Commons-Lizenzen (schöpferisches Gemeingut) ("CC-Lizenzen") 
          Ein Autor räumt der Öffentlichkeit auf einfache Weise gewisse Nutzungsrechte an seinen Werken ein.

          Public Domain / Freie Bilder 
          Historische Bilder, deren Schutz abgelaufen ist  (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers)
          Von Privatpersonen zur Verfügung gestellt
          Von Organisationen zur Verfügung gestellt (z.b. NASA)

          Recht am eigenen Bild
          Veröffentlichung nur mit Einwilligung des Abgebildeten erlaubt.
          Gilt auch für die Veröffentlichung eines Fotos in einem sozialen Netzwerk.

          Verboten ist: "Fotos zu veröffentlichen, die schutzwürdige Interessen von abgebildeten Personen verletzen" 

          Rechtemodule von Common Rights
          BY = Namensnennung
          NC = Nicht kommerziell
          ND = Keine Bearbeitung
          SA = Weitergabe unter gleichen Bedingungen
          • Bildrechte noch Fragen?

            Sie haben jetzt viele Informationen zum Thema Urheberrecht, Rechte am Bild und verschiedene Arten von Lizenzen kennengelernt. In diesen kleinen Test, bestehend aus 11 Fragen, können Sie ihr neu erworbenes Wissen überprüfen. Klicken Sie einfach dazu auf den kleinen schwarzen H5P Button "Testen Sie ihr Wissen" um diesen Test zu starten. Wenn dieser Erfolgreich beendet ist, kehren Sie zu dem Punkt „Bildbearbeitungsprogramme“ (Linke Navigation) zurück um den Kurs fortzusetzen.
          • Bildbearbeitungsprogramme

            Gimp The GIMP ist ein komplexes, vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm für verschiedene Betriebssysteme, das frei verfügbar ist und es in vielen Bereichen mit Photoshop aufnehmen kann.  In diesem Lehrgang widmen wir uns   diesem Programm. Falls Sie sich mit dem Thema auch zu Hause beschäftigen wollen, finden Sie weitere Links und Übungsdateien auf folgenden Seiten: 

            DOWNLOAD der GIMP Programmdatei
            Übungen und Onlinekurs zur Bildbearbeitung mit GIMP
            Bildbearbeitung – Videos zu Stichworten – Arbeitsdateien

            Neben GIMP gibt es natürlich noch viele weitere Programme um Bilder zu bearbeiten. Hier stelle ich Ihnen weitere Kostenlose Programme vor. 

            IrfanView Schneller Bildbetrachter mit minimalen Systemanforderungen und erstaunlicher Leistungsfähigkeit. Ausschnitte, Bildverbesserung, Rote-Augen-Reduktion, verlustfreie Rotation, Diaschau, HTML-Bildergalerien, Kontaktabzug, Scanneranbindung, Stapelbearbeitung Umfangreiches Tutorial mit ausführlicher Beschreibung, praktischen Anleitungen und Hintergrundinformationen  (Link zur Programmdatei)

            Paint.NET ist eine freie Bildbearbeitungssoftware für Windows XP und Windows Vista mit erstaunlichem Funktionsumfang und moderner Aufmachung. Das Programm beherrscht Maskierung sowie Ebenenbearbeitung, ist leicht bedienbar und lässt sich zentral aus dem Netzwerk starten. Die einstige kostenlose Version ist derzeit nur auf einzelnen Webseiten verfügbar. (Link zur Programmdateie)

            Inkscape ist ein freies, intuitiv bedienbares Vektorgrafikprogramm für Windows, MacOS und Linux. Das Programm eignet sich besonders gut für die Erstellung von Logos, Cliparts und Comics und zur Konvertierung von Bitmap-Grafiken in Vektorgrafiken, die ohne Qualitätsverlust frei skalierbar sind. Zur Bearbeitung fotorealistische Bilder ist Inkscape weniger geeignet.  (Link zur Programmdatei)